Warum 2 Bände?KLAVIER – DIE SCHULE FÜR ALLE ist ein durchgehendes Buch, das eigentlich nicht in Anfang und Fortsetzung unterteilt werden kann. Dennoch gibt es für Anfänger oder Quereinsteiger unterschiedliche Entwicklungsstadien, die in der Klavierschule natürlich der Reihenfolge nach behandelt werden. So ergibt es sich zwangsläufig, dass der Lernende entweder vorwiegend den ersten oder vorwiegend den zweiten Band benutzt. Der tägliche Umgang mit der Klavierschule wird also dadurch erleichtert, dass der Schüler nicht stets das Gesamtwerk beispielsweise zum Klavierunterricht mitschleppen muss.Aber: Für die Arbeit mit einem der beiden Bücher ist das andere keineswegs überflüssig. Viele Inhalte im Band 1 lassen sich nur vollständig verstehen, wennman den Band 2 und den Anhang hinzuzieht. Und umgekehrt lassen sich vieleAufgaben im Band 2 nur richtig lösen, wenn man zuvor grundlegende Schritte,die im Band 1 vermittelt werden, zumindest schon früher einmal ausgeführtoder kennen elernt hat. Selbst als ausgebildeter Pianist wird man feststellenkönnen, dass e nige im Band 1 behandelte Themen durchaus den Horizont fürdie eigene Weiterbildung erweitern können. Oder ein Anfänger wird sich be-stimmt für die t eore ischen Zusammenhänge oder Beg iffserklärungen inter- essieren, die im Band oder im Anhang zu finden sind. Um in jeder Situationeinen Überblick zu haben, ist in beiden Bänden der gesamte Inhalt angegeben. KLAVIER... und nun geht's los Zuerst müssen sich die Finger an ihre „neue Ar eit“ gewöhnen. Die Hände sind ja normalerweise nicht für das Greifen und Drücken von Klaviertasten „kon-struiert“. Aber sie können das leicht bewältigenunddafür braucht es zunächst keine Noten. Mit der Anleitung auf den ersten Seiten und der Hilfe eines Lehrersfunktioniert das zunächst übers Hören, Fühlen und Sehen (Beobachten).In den nächsten Schritten werden die ersten Noten und Töne gelernt wie dasIAlphabet in der Schule. Obwohl man auch ohne Noten usik machen könnte, würde man dann nicht in der Lage sein, die Ideen anderer zu lesen oder seine eignen aufzuschreiben. Das wäre dann so, als müsste man zum usdrückenseiner Gefühle oder Botschaften komplett auf SMS, E-Mail oder Briefe verzich-ten und könnte sich nur noch mündlich verständigen. Also sind die Noten eineschriftliche Botschaft, die der Komponist an dich richtet: „Spiel dochmaldieses Stück, es könnte dir gefallen, hab ich doch auch für dich geschrieben.“Und nachdem diese Grundlagen gelegt sind, geht es auch schon daran, erste spielerische Erfahrungen mit aufgeschriebenen und selbst erfundenen Musik-stücken zu machen. Über welche Etappen es dann weitergeht und welche Musizier-Welten dann erobert werden, steht im Inhaltsverzeichnis.Viel Spaß dabei wünscht Euch